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Am 13. Juni 1944 flog ein kleines, sehr schnelles Flugzeug Richtung
London. Als es die Stadt erreicht hatte, stürzte es ab und schlug in
der Grove Road von Bethnan Green ein. 6 Menschen starben. Innerhalb der
nächsten 24 Stunden wurden 393 dieser Flugkörper vom französischen
Festland aus abgefeuert. Der Aufbau der V 1Die V 1 war ein einfacher, freitragender Mitteldecker aus Ganzmetall mit 7,9m Länge, einer Flügelspannweite von 5,3m und 2180 kg Gewicht. Als Antrieb diente ein Pulso-Schubrohr (ein sog. Argusrohr). Durch ihn erreichte die V 1 eine maximale Geschwindigkeit von 650 km/h. Die Marschgeschwindigkeit lag in 900 m Höhe bei etwa 580 km/h. Gesteuert wurde die V 1 über Lagekreisel, die Kursveränderungen ausgleichen konnten. Als Gefechtskopf wurden 850 kg Amatol-Sprengstoff verwendet. Die Entwicklung des Triebwerks
Noch bevor man an den Bau einer Flugbombe dachte, war die Entwicklung
des Antriebs schon fast abgeschlossen. 1939 wurden die
Argus-Motorenwerke in Berlin vom Reichsluftfahrtministerium beauftragt
ein Pulso-Schubrohrtriebwerk zu entwickeln. Schon nach drei Monaten
hatte man einen Triebwerksprototyp entwickelt, der
leistungsfähig genug war, um für erste Tests verwendet zu werden.
Diese fanden am 30. April 1941 statt. Ein Originaltriebwerk wurde unter
einem Schuldoppeldecker im Flug erprobt. Durch diese Tests und den
fortschreitenden Entwicklungsarbeiten, erhielten die Argus-Motorenwerke
am 19. Juni 1942 den Auftrag zum Bau eines
Hochleistungs-Schubrohrtriebwerks für einen unbemannten Fernflugkörper.
Aufgrund der umfangreichen Vorarbeiten konnten die Ingenieure schon nach
kurzer Zeit ein einsatzreifes Triebwerk, die Argus 014 präsentieren,
die in 900 m Höhe etwa 300 kp Schub leistete. Die Erprobung der V 1
Die Entwicklung der V 1-Flugbombe war alles andere als ein einfacher
Weg. Über 300 Versuchsflüge wurden von Peenemünde aus durchgeführt.
Um das aerodynamische Verhalten zu ergründen,
stattete man etwa vierzig V 1 mit Fernmeßsendern geringer
Leistung von 4 MHz aus, um die Fluglage, Flughöhe und die
Ruderausschläge zu überwachen.
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