Flakzielgeräte der Firma Lorenz

 

FuMG (Flak) 38 L "Kurfürst"

FuMG 38 L "Kurfürst"Dieses erste Flakzielgerät der Firma Lorenz stand mit seinem schwenkbarem Oberteil auf der Kreuzlafette einer 8,8 cm Flak, und war dadurch auf einem entsprechenden Anhänger fahrbar. Anstelle des Geschützrohres befand sich ein Rohrmast, an dem die beiden Parabolspiegel, ein Sende- und ein Empfangsspiegel von je 2,4 m Durchmesser, befestigt waren. Mit Hilfe eines Schlittens konnten die Spiegel in der Höhe verstellt werden und durch eine Kippvorrichtung gekippt werden. Um den Winddruck gegen die Spiegel bei voll ausgefahrener Höhe von 6,5 m möglichst gering zu halten, waren diese mit Maschendraht bespannt. Das Gerät arbeitete auf der Wellenlänge von 62,4 cm und hatte eine Reichweite gegen Flugziele von 8 - 12 km, die E-Meßgenauigkeit lag bei ± 100 m und die Seiten-und Höhenpeilgenauigkeit bei ± 3-4°.


FuMG (Flak) 39 L "Kurpfalz"

FuMG 39 L "Kurpfalz"Das FuMG 39 L "Kurpfalz" war eine Weiterentwicklung vom FuMG 38 L "Kurfürst" mit einer höheren Senderleistung und einer verbesserten E-Meßgenauigkeit. Es kam zunächst 1940 in einer Serie von 20 Geräten bei der Flak im Ruhrgebiet und an der Kanalküste in den Truppenversuch. Die Antenne, bestehend aus zwei übereinander angeordneten Gitterparabolspiegeln von je 2,4 m Durchmesser, war schwenk- und kippbar auf dem Dach eines Bedienungshauses gelagert. Zum Transport wurde der gabelförmige Antennenträger mit den beiden Spiegeln auf das Dach des Bedienungshauses geklappt und da festgezurrt. Fahrbar war das Gerät auf einem zweiachsigen Sonderanhänger. Die Reichweite lag bei 10 - 25 km, die E-Meßgenauigkeit bei ± 40-50 m, die Peilgenauigkeit der Seite nach bei ± 2-3° und der Höhe nach bei ± 3-4°.


FuMG (Flak) 40 L "Kurmark"

FuMG 40 L "Kurmark"Das FuMG 40 L "Kurmark" war zunächst nur als Zwischenlösung gedacht, dessen Weiterentwicklung zum FuMG 41 L jedoch auf höhere Anweisung dann gestoppt wurde, so daß "Kurmark" das letzte FuMG der Firma Lorenz für die Flak war. Rein äußerlich hatte sich gegenüber dem FuMG 39 L wenig geändert. Die eigentliche Verbesserung bestand in der gesteigerten Sendeleistung von 50 kW und der damit verbundenen Reichweite von 25-40 km, im Suchbetrieb gegen Flugzeuge sogar bis 50 km. Die E-Meßgenauigkeit lag bei ± 30-40 m und die Peilgenauigkeit der Seite und Höhe nach bei ± 0,6-0,75°.